Wertevermittlung zur Weihnachtszeit

Lieber Leser,
es ist unverkennbar, dass Weihnachten vor der Tür steht. Das ist schön und freut uns alle.
Das Fest der Liebe bringt die ganze Familie noch mal an einen Tisch. Endlich haben wir die, die an Weihnachten nicht zum Wohl der Allgemeinheit arbeiten müssen, nochmal Zeit Ruhe zu finden. Sich auf die wichtigen Dinge im Leben wie Freundschaft, Verwandschaft und Liebe zu besinnen. Die Weihnachtszeit ist eine ruhige Zeit. Man lässt das Jahr ausklingen in Gesellschaft seiner liebsten und genießt die Ruhe, die sich überall breit macht. Man geht in die Kirche und betet für die, denen es schlechter geht und spendet etwas für arme Kinder in Afrika oder Asien oder Südamerika.

Aber dann kommt der große Moment. Der Moment auf den alle gewartet haben. Der Moment, der Kinderaugen leuchten und Kinderherzen schneller schlagen lässt. Er gehört zu Weihnachten wie der Bart zum Weihnachtsmann. Die Bescherung.

Und hier zeigt es sich wer wirklich geliebt wird. An deinen Geschenken kannst du erkennen, ob deine Eltern Dich oder deinen Bruder lieber mögen, Du musst einfach die Kosten der jeweiligen Geschenke addieren und die Endsummen vergleichen.
Außerdem spielt die Anzahl der Geschenke eine Rolle. Wer die meisten Geschenke bekommt, den lieben die Liebsten am meisten.
Auch die Qualität der Geschenke spielt eine Rolle. Es ist doch eindeutig, dass man mit selbstgebastelten Dingen nichts anfangen kann. Diese Geschenke stehen nur rum. Bestenfalls fangen sie Staub auf. (Wer unbedingt selber basteln will sollte sich deshalb darauf beschränken einen schnell zu öffnenden Gutschein mit viel Geld drin zu basteln.) Auch Bücher oder Kleidung kommt unter dem Weihnachtsbaum nicht gut. Wer will bei so einem blog noch ein Buch lesen?? Und Kleidung (?) da fehlt der Glamour!!

Am wertvollsten sind dieses Jahr iPhones, iPods, die nintendo wii oder die xbox 360. Auch ein niegelnagelneuer Plasmafernseher ist sicherlich nciht zu verachten, zeigt aber, dass Sie ihre Liebsten nicht wirklich schätzen! Überlegen Sie also gut, was dieses Jahr unter den Baum kommt und denken Sie vor allem an Ihre Kinder, denn die müssen später Ihr Altenheim bezahlen!

Ich hoffe Sie haben die Essenz verstanden.
Fröhlich Weihnachten und eine schöne Bescherung!

i.A. der erbsenzaehler

über Äpfel

Dazu kann ich nur sagen: Ich bin nicht der mit dem Apfellogo auf der Tasche (siehe unten)!!

Die Apfelsekte

Zur Zeit treibt wieder mal eine gefährliche Sekte ihr Unwesen. Die Apfelsekte gibt es ja eigentlich schon länger, allerdings wird sie erst jetzt richtig gefährlich. Im Gegensatz zu anderen Sekten kam sie nämlich erst nach 30 Jahren auf den Trichter, dass man mit Gehirnwäsche wunderbar eine riesige Anhängerschaft gewinnen kann, die bereitwillig den Lohn ihrer harten Arbeit direkt auf das Sektenkonto weiterleitet. Und glaubt mir, das ist nicht der einzige Punkt in dem die Apfelsekte ein bisschen langsamer als ihre Konkurrenten war.
Nichtsdestotrotz holt sie auf, und zwar gewaltig. Immer weiter streckt sie ihre weißen Fühler aus und gewinnt immer neue Mitglieder. Vor kurzem haben wir auch einen Mitschreiber, den ich hier nicht nennen möchte, an diese Sekte verloren. Sein Fanatismus geht sogar soweit, dass er sich vor einiger Zeit das Symbol der Sekte auf seine Schultasche nähte.
Die Mitglieder der Sekte wurden so sehr manipuliert, dass sie inzwischen sogar versuchen ihre besten Freunde mit in den Strudel der Abhängigkeit zu ziehen. Besonders einfallsreich sind sie dabei nicht. Oft werden einfach die Anwerbersprüche anderer Sekten schlecht kopiert und leicht verändert. Aus „Die Auditing-Sitzungen sind vielleicht teuer, aber sie machen dich wieder glücklich!“ wird „Der Apfelmusikspieler ist vielleicht teuer, aber er ist auch so toll zu bedienen“. Aus „Scientology hat mein Leben verändert“ wird „Seit ich mich mit Apfelprodukten umgebe bin ich ein besserer Mensch“.
Ich beobachte diese Entwicklung seit einiger Zeit mit großer Sorge und ich frage mich gerade, ob womöglich die sonst so rückständige Apfelsekte das eine Ziel aller Sekten erreichen könnte. Das, wonach jede 3-Mann-Gruppierung von Satanisten, jeder durchgedrehte Wissenschaftler, ich selber und jede große internationale Sekte strebt: Die Weltherrschaft.

Ich weiß es nicht. Was ich aber weiß, ist dass mich in den nächsten Tagen entweder hier im Blog oder in der Schule tausende und abertausende Apfelsektenanhänger unter wüsten Beschimpfungen dazu auffordern werden, dieses zu rechtfertigen und mal zu erklären wie ich denn bitteschön auf jenes käme.

Palim~palim~

Langeweile ist schon ein nerviges Stück. Ehe man sich versieht ist sie da. Sie kommt einfach, ohne dass man sie eingeladen hätte. Macht sich breit und pfläzt sich überall hin. Sie kennt keine Gnade und mag es stundenlang nur auf langsam tickende Wanduhren zu schauen. Außerdem beobachtet sie gerne Nacktschnecken bei der Paarung.

Manchmal kann man die Langeweile einfach aussperren oder sie wieder rauswerfen, doch es gibt Zeiten, da stemmt sie sich mit aller Kraft gegen ihren Rauswurf. Dann kratzt und beißt sie, saugt sich fest und setzt ihren bösen Blick auf. Wenn es soweit gekommen ist, ist die Situation hoffnungslos. Dann helfen weder Holzkeile noch Knoblauch. Auch andere indianische Naturmedizin oder Hausfrauenrezepte sind machtlos. Die Langeweile hat einen großen Vorteil:
Ihr ist nie langweilig und so kann sie dich selbst im Schlaf noch verfolgen. Sie starrt Dich aus tiefen Augen an, dunkel, ohne mit der Wimper zu zucken, will jede Bewegung auffangen, dich müde und matt machen. Denn wenn sie das geschafft hat kommt ihre große Schwester, die Lethargie.

Die Lethargie ist wie die Langeweile, nur viel viel schlimmer. Sie ist größer und noch stärker. Wenn sie dich gepackt hat, dann hilft eigentlich nur noch beten ABER keinen Rosenkranz! Oder aktiv werden nur das ist zu dieser Zeit recht schwierig.

Man,mus mir langweilig sein.

Die Weisheit des Tages

Heute von Marge Simpson:

„Geschichte ist wie ein Vergnügungspark. Nur statt der Karussells muss man sich Geschichtsdaten merken.“

Alle Jahre wieder…

Nur dieses Jahr ist es igendwie anders.

Eigentlich nicht aber für mich fühlt es sich so an. Vermutlich liegt das daran, dass ich mich gerade in eine antimaterialistischen Selbstfindungsphase nachdenklichen Stimmung befinde. Grund dafür ist ein Bericht über den verkaufsoffenen Sonntag (gestern). Darin erklärte ein Herr, dass der verkaufsoffene Sonntag deshalb nützlich sei, weil dadurch das Weihnachtsgeschäft entzerrt werde. Es sei also nur zum Wohle des Kunden, da er das Geschenk seiner Wahl schneller erreichen könne und so Zeit und Stress spare.
An sich ist das ja nett. Sehr uneigennützig vom Verband der Einzelhändler und wenn ich mir so recht überlege, gefällt mir ein weiterer Aspekt nicht.

Weihnachten ist zu einem Ipod fressenden Monster geworden, die Geschenke sollen bitteschön immer teurer und größer werden. Unter dem Weihnachtsbaum 2007 werden sich Wii, Ipod Touch, das Iphone und andere Elektrospielzeuge türmen. Schön für uns reich Beschenkte. Aber es bleibt bei dem ganzen BlingBlingelektroTraum etwas auf der Strecke.
Ausnahmsweise muss ich den Kirchen mal Recht geben, wenn sie sich gegen die verkaufsoffenen Adventsonntage aussprechen.

Mal ehrlich, wer will denn Sonntags einkaufen? Weihnachten, da gehört doch Stress zu aber dadurch werden doch die ruhigen Sonntage nur schöner, finde ich. An denen kann man zur Ruhe kommen und sich mal überlegen, was man denn sinnvolles, schönes schenken kann. Hierbei gilt eindeutig Qualität vor Quantitat und Originalität vor (jetzt fällt mir kein tolles Wort ein) Teuer. Ein neues Handy, Mp3 Player oder ein Computer sind zwar schön und jeder freut sich darüber aber bringt uns der Elektrokram wirklich Glück? (rhetorische Frage also) Nein. Schöner ist es doch, etwas von sich zu schenken, etwas wodurch der Beschenkte merkt : „Hey, mein/e Mutter/ Vater/ Freund/ Freundin/ Bruder/ Schwester/ Oma/ Opa etc. mag mich“.

Schont den Weihnachtsmann. Sein Rücken ist eh schon krum vom vielen Plasmafernseher schleppen. Schenkt etwas, was dem Weihnachtsmann freude beim Verteilen bereitet, etwas was ihn zu sich selbst sagen lassen wird: „Mann, ich liebe meinen Job auch wenn es immer kalt, eng, rußig und zugig ist, mein Rücken krumm ist und meine Rente noch in weiter Ferne liegt!“. Schenkt etwas, was die Augen des Beschenkten funkeln lassen wird.
Klar, das ist schwer und ich will ja nicht behaupten, dass ich bisher irgendwas anders gemacht habe. Nur dieses Jahr ist es halt anders. Vielleicht funktioniert es nicht bei allen, die ich beschenken möchte aber dann hab ichs wenigstens probiert ;).

Gegen Konsum für mehr Brauchtum….

euer
Erbsenzähler