Nochmal Vorratsdatenspeicherung

Totgesagte leben länger, oder: ich schreibe auch nochmal.

Ich habe auf dem Weg hin zum 9.11. und somit zum Beschluss der Vorratsdatenspeicherung ähnlich wie unser zwerghamster auch formuliert. Sarkastisch, irgendwo ungläubig.
Doch jetzt ist der Müll ja nun leider gegen unseren Willen von unseren Vertretern durchgeboxt worden. Und zu dem Zeitpunkt bleibt mir mein süffisantes, sarkastisches Grinsen in der Fresse hängen. Jetzt wirds doch so langsam brenzlig, um nicht zu sagen: Ich bekomme einen Mordsschiss.
Ich habe mich, muss ich ehrlich zugeben, vor dem Beschluss nicht besonders mit der Vorratsdatenspeicherung befasst. Irgendwie war immer irgendwas anderes wichtiger.
Umso mehr kommt jetzt in mir das Gefühl auf, etwas tun zu müssen. Und ich bin damit nicht alleine.
Es ist (obwohl das Gesetz beschlossen ist) noch nicht zu spät, etwas dagegen zu unternehmen.
Zum ersten wäre da die Verfassungsbeschwerde, eine Sammelklage vor dem Bundesverfassungsgericht. Daran kann jeder teilnehmen, ihr geht kein Risiko ein und – je mehr mitmachen, desto mehr zeigt ihr dem Bundesverfassungsgericht, dass der Widerstand gegen die Datensammlerei nicht nur von irgendwelchen vereinzelten absoluten Antis kommt. Ihr könnt die Klage noch bis zum 19.11.
unterstützen.
Noch trivialer: Informiert! Zuerst euch selber, wobei die Seiten des AK Vorratsdatenspeicherung die wohl umfangreichste Quelle sind. Und wenn ihr genug gelesen habt (und euch danach so übel ist wie mir), redet mit Anderen. Der Grund dafür, dass das Thema nicht die Aufmerksamkeit bekommt, die es verdient, ist, dass einfach nicht genug Leute Bescheid wissen. Das müssen wir ändern! Auch weitergehende Informationen gibt es im Netz zur Genüge, lest einmal quer und empfehlt das auch Anderen.
Die Vorratsdatenspeicherung ist nicht eins von vielen Gesetzen, die „irgendwo lästig“ sind – Die freiheitlichen Grundsätze der Bundesrepublik werden durch die Beschlüsse massiv verletzt, und wenn wir dem Staat jetzt nicht entgegentreten, ist das ein Zeichen, das auch noch weitergehende Beschlüsse durchgedrückt werden können. WEHRT EUCH!

Auch wenn das jetzt alles sehr dramatisch klingt, das ist es. Leider.

Aufgewühlte Grüße, robsen

[via] , [via]

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